Tag Archives: Freude

Schöpfung

21 Mrz

Schöpfung

Für Schiller

Der Not gehorchend, nicht dem Eigenen..

Höher im Verstand auf längere Zeit

–         Sir geben sie Gedankenfreiheit –

Ist nichts mehr geliebt als die Wahrheit.

Doch wo stehen wir heute?

 

Verstand verkettet zum Ganzen.

Bruchstückhaft der Gang der Welt

Es lebe der Dichterkönig.

Es lebe der Idealismus.

 

Hochzeit der Dramen

Leerer Schädel auf dem Schreibtisch

So vergehen die Götter.

Die Freiheit war sein Evangelium.

–         Ich liebe Schiller ein Leben lang –

Nun sei mir Spiegel Dichter!

 

Freiheit ja, niemals

Gleichheit und Brüderlichkeit

Freiheit nicht höherem Wesen

Freiheit nur seinem Innern

Alles; nicht bloß Gedanken

 

Nah der Schöpfung stehen die Dichter.

Fliegen sie den Bienen gleich.

Honig strömend aus den Büschen

Wie sie hier für Götter sprechen.

 

Weinen, etwas mehr Gefühle.

Etwas mehr Empfindsamkeiten

Eine Parabel für die Seele

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26 Aug

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Ophelia

In der Tradition der Wasserleichenpoesie

Ophelia  und  die  Wasserleichen:
und die Rimbaudrezeption im deutschen Expressionismus

Shakespeares Hamlet- Ophelia

Ophelia is a fictional character in the play Hamlet by William Shakespeare. She is a young noblewoman of Denmark, the daughter of Polonius, sister of Laertes, and potential wife of Prince Hamlet.

Rimbaud Rimbauds Gedicht „Ophélie„, genauer gesagt Karl Klammers Übertragung löste bei den deutschen Expressionisten eine wahre „Schwemme“ sogenannter „Wasserleichenpoesie“ aus:

Georg Heym Gedicht „Die Tote im Wasser“
als Beispiel expressionistischer Wasserleichenpoesie

Die bedeutendsten Werke aus diesem Kontext sind von Georg Heym Die Tote im Wasser“ (1910) , Ophelia“ (1910) und „Tod der Liebenden im Meer“ (in zwei Fassungen) Georg Heyms „Die Tote im Wasser“ ist das früheste und gleichzeitig ein charakteristisches Beispiel der expressionistischen „Wasserleichenpoesie“.

Gottfried Benn Schöne Jugend“ (1912) aus dem Morgue-Zyklus, von Paul Zech „Wasserleiche„, von Armin T. Wegener „Die Ertrunkenen“ (1917), bei Georg Trakl findet man Anlehnungen an das Motiv in „Wind, weiße Stimme“ und in „Westliche Dämmerung“ (1911).

Bertolt Brecht kann sicherlich nicht mehr zu den Expressionisten gerechnet werden. Aber, weil bei keinem Autor die „Wasserleiche“ so zahlreiche Bearbeitungen erfahren hat: „Ballade vom Liebestod„, „Gesang aus dem Aquarium“,Dunkel im Weidengrund“ und die „Legende der Dirne Evlyn Roe„,

Sein Gedicht „Vom ertrunkenen Mädchen“ (1920) hat das Bild um neue Blickwinkel bereichert, den Motivkreis damit auch abrundet.

Manfred H. Freude „Ophelias Brust“ (30.05.2010) ein Gedicht nach einer wahren Tat: Im Comersee bei Laglio, wo der US-Schauspieler George Clooney lebt, ist eine tote Frau entdeckt worden. Sie wurde Opfer eines Verbrechens. Auch sein Gedicht „Ophelia“ von 23.09.2006 über eine Welpenhündin.

Walter Jens und „Die rote Rosa“ Berühmte Wasserleichen (weiblich) Rosa Luxemburg, Landwehrkanal Ophelia am Landwehrkanal Als aber das Wasser Monate später, es -war Frühling geworden, den Leichnam, ihn ausspeiend, preisgab, erkannten die Freunde sie nicht, denn ihre Augen waren zu Höhlen geworden, ihre Wangen glichen riesigen Dellen, der Mund wuchs in die Nase hinein, drei Zähne standen wie Spieße hervor, und sie war schwarz und nackt. . .

Paul Celan In dem Band Atemwende von 1967 steht das folgende Gedicht: COAGULA// Auch deine / Wunde, Rosa.

Nicht reden lieber schweigen

19 Mai

Nicht reden schweigen.

Es gibt wirklich Dinge über, die man nicht reden sollte, sondern lieber schweigen sollte. Einfach Alltägliches. Ein junger Literaturwissenschaftler (ich weiß nicht welches hierbei, dass intelligentere Attribut ist) schreibt ein dilettantisches Gedicht von seltener Naivität. Es wird dem Publikum zur Abstimmung vorgelegt. Das Publikum (hier als Masse) liebt natürlich den Witz, das harmlose, das verständliche, das was scheinbar naiv scheint. Jubel kommt auf und der erste Preis ist klar. Warum sollte die demokratische Masse anders entscheiden. Bei einer Wahl trifft jeder seine Empörtes persönliche Entscheidung. Hier spielt Intelligenz oder Nicht-Intelligenz keine Rolle. Menge entscheidet demokratisch nach, sagen wir Gefühl. Ein Aufschreien, bei Rassenübergriffen. Da wird ein dunkelhäutiger von hellhäutigen Jugendlichen im Bahnhofsgebäude zusammengeschlagen. Man ist verständlich empört über dieses Verhalten. Nun wird unser lieber Teamchef auf dem Platz von einem dunkelhäutigen zusammengetreten. Wir schweigen nicht. Wir schweigen nie. Es ist nicht unsere Art zu schweigen. Wir haben keine Ahnung, wissen aber über alles Bescheid. Wir reden besonders gerne, wenn wir nicht gefragt sind, wenn unsere Meinung nicht erwünscht ist. Ärgern wir uns, weil wir im ersten Fall so vieles verschwiegen haben? Weil wir nicht sagen durften, dass es im ersteren Fall auch anders sein konnte und uns nun der Beweis geliefert wird. Wenn wir tolerant sein wollen, dann dürfen wir auch niemals schwarz und weiß denken. Es sind Menschen, die aufeinandertreffen. Dieses Parteiergreifen ist bereits Rassismus. Und wie ist das beim Gedicht, das entweder naiv oder intelligent ist. Wir verstehen einfach nicht, was intelligent ist? Bei der Wahl hieß es auch lediglich, das Gedicht zu wählen, welches am besten gefällt. Interessenlos gefällt? Der Preisträger freut sich. Warum sollte er sich schämen? Für die Entscheidung des Publikums? Worüber wir nicht reden können, sollten wir lieber schweigen.